Die Junghund-Gruppe
Den Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben bildet eine stabile und sichere Basis im Training und in der Erziehung. Nachdem der Welpe unterschiedlichste Erfahrungen mit seiner Umwelt machen und viel Neues kennenlernen durfte, entwickelt sich im Junghundealter mehr Neugier, mehr Mut, mehr Selbstständigkeit – der Hund wird langsam erwachsen und kommt in die Pubertät! Scheinbar vergisst er zeitweise alles, was irgendwann in der Welpenzeit so vorzeigbar funktioniert hat und mit viel Feingefühl und Mühe erarbeitet wurde.

In dieser Zeit ist es wichtig (nur umgangssprachlich) „am Ball“ zu bleiben, auch wenn man an manchen Tagen aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommen mag. Es geht trotz Hochs und Tiefs nicht um reines Training von Sitz, Platz, Fuß, Bleib als Grundgehorsam – wie Lesen und Rechnen lernen bei Kindern. Entspanntes Zusammenleben resultiert immer auch aus Erziehung im Sinne von sozialen Kompetenzen. Im menschlichen Miteinander gehört dazu beispielsweise die Verwendung von „Bitte“ und „Danke“, das Fragen, wenn man etwas haben möchte, Rücksichtnahme, wenn jemand vor einem auf der Rutsche ist. Auch Junghunde sollten Training und Erziehung erfahren, um eine breite, stabile Basis für das vertrauensvolle Miteinander als erwachsener Hund zu festigen.

Als Mensch können wir mit stimmiger, klarer Kommunikation zwischen Mensch und Hund, authentischer Körpersprache und dem Wissen um rasse- und charakterspezifische Bedürfnisse den Hund kennen- und verstehen lernen, diese wahrnehmen und befriedigen, aber auch unsere eigenen Bedürfnisse durchsetzen lernen.

Dafür werden uns verschiedenste Inhalte durch den Kurs begleiten:
- Leinenführigkeit
- Begrüßungssituationen
- Umwelt vs. Herrchen-Frauchen – wer ist interessanter
- unbekannte Situationen managen
- Frustrationstoleranz aufbauen
- Impulskontrolle fördern (z.B. mit verschiedensten Ablenkern)
- Begegnungstraining
- Rückruf
- Abbruch von Fehlverhalten
- Einführung ins Clicker-/Markertraining
- u.v.m.

Die Junghunde-Gruppe findet auch an Orten statt, die altersangemessen immer mehr Ablenker und interessante Reize bieten. Damit besteht die Möglichkeiten, die in ruhiger Umgebung erlernten Fähigkeiten auch mal angeleitet in Alltagssituation üben zu können.